Zur Startseite: www.archiv-grundeinkommen.de

 

 

(Kopiert von http://ksoe.at/grundeinkommen/mitte-ge-materialien.htm bzw. http://ksoe.at/grundeinkommen/Library/10%20gruende.doc Danke!)

 


 

 

Lieselotte Wohlgenannt:

 

10 Gründe, wozu Grundeinkommen heute notwendig ist:

 

1. Um die Unsicherheiten der Flexibilisierung der Erwerbsarbeit durch ein garantiertes  Mindesteinkommen abzufangen und so die Armutsgefährdung zu vermindern;

 

2. Um die einseitig erwerbsbezogene Lebenssicherung durch Erwerbsarbeit und erwerbsarbeitsbezogene Sozialleistungen auf eine breitere Basis zu stellen;

 

3. Um Arbeit gerechter zu verteilen: Statt Arbeitsplätze um der Verteilung willen, Verteilung von Einkommen, damit jede notwendige Arbeit / Leistung so erbracht werden kann, wie es ökonomisch und gesellschaftlich sinnvoll und der Würde der Menschen entsprechend ist;

 

4. Um Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern zu fördern;

 

5. Damit unbezahlte Arbeit nicht zur Armutsfalle wird;

 

6. Um Eigenverantwortung zu stärken:  selbst Verantwortung übernehmen und entscheiden zu können, wie ich mein Leben gestalte, wann ich welche Aufgabe übernehme, um Beziehungsarbeit, Gemeinwesen- und politische Arbeit nach eigener Entscheidung zu ermöglichen;

 

7. Für eine gerechtere Verteilung von Einkommen: Die Produktivität unserer Gesellschaft hängt wesentlich ab

- von den Gütern der Erde, die allen Menschen gehören,

- von der unbezahlten Arbeit in der Lebenswelt, die überwiegend von Frauen geleistet wird,

- vom gesammelten Wissen früherer Generationen und von aktuellen Weiterentwicklungen von Wissenschaft und Technik.

Diese Leistungen können nicht allein der Erwerbsarbeit zugeschlagen werden, es ist Zeit, alle in einem gewissen Ausmaß zu beteiligen;

 

8. Um das Menschenrecht auf Leben real zu ermöglichen;

 

9. Um nachhaltiges Wirtschaften, sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen, zu fördern;

 

10. Um gesamtgesellschaftliche Einstellungen und Zielsetzungen zu verändern: Qualität statt Quantität, gutes Leben als Ziel.

 

 

Lieselotte Wohlgenannt

Wien 2002 10 21