Quelle:
Solidarisches Bürgergeld
Darin: "...
Althaus fordert ein bedingungsloses Solidarisches Bürgergeld von 800 Euro für jeden deutschen Staatsbürger (bzw. 500 Euro für Kinder).
..."
Quelle
Darin: "...
Ich persönlich halte 800 Euro monatlich für jeden für angemessen. Bis zum 18. Geburtstag würden
die Eltern das Grundeinkommen ihrer Kinder als Sachwalter verwalten.
Ist diese Idee nicht eine Utopie?
Ja, eine realistische, aber keine illusionäre. Illusionär ist die Vollbeschäftigung, von der unsere
Gesellschaft immer noch träumt. Wir denken, es komme nur darauf an, die Konjunktur wieder anzukurbeln,
damit jeder wieder Arbeit hat. Nach 20 Jahren ziemlich erfolglosen Kampfes gegen hohe
Arbeitslosigkeit müssen wir uns die Frage stellen: Wie kann man ohne Arbeitsplatz ein
sinnvolles Leben führen? Genau betrachtet ist Arbeitslosigkeit ja keine Niederlage,
sondern ein Sieg. Die Produktivitätssteigerung erlaubt es, mit einem Minimum an
menschlicher Arbeit ein Maximum an Wohlstand zu erzielen. Freiheit statt
Vollbeschäftigung – das ist heute die Alternative. ..."
Joseph Beuys (1984, Interview; Hinweis von l.a. Danke!):
"... Auf Einkommen besteht ein Menschenrecht.
Die Menschen haben bestimmte
materiell zu erfüllende Bedürfnisse,
Existenzminima, auch darüber Hinausgehendes.
Und das steht ihnen zu, unabhängig von dem,
was sie hervorbringen. ..."
Quelle (ab Min 1:55)
und Quelle 2
Quelle: Tagesspiegel Berlin vom 16.8.2006, Seite 28, linke Spalte:
Klaus Maria Brandauer, Schauspieler und Regisseur der Dreigroschenoper
in Berlin, plädiert für die Einführung eines Volksgehalts. Der 63-Jährige sagte
der Zeitschrift "Galore": "Dass nicht mehr alle Menschen einen sinnvollen Beruf
ausüben können, ist eine Tatsache. Wir müssen den Menschen die Möglichkeiten
des Lebens anders finanzieren."
Quelle
Darin: "...
Die Maßnahme, die sich aus rein technischen Gründen anbietet, ist eine negative Einkommensteuer. Derzeit
besteht nach dem Bundeseinkommensteuergesetz ein Steuerfreibetrag von 600 Dollar pro Person (plus einem Minimum von
10 Prozent für absetzbare Sonderausgaben). Wenn eine Person ein steuerpflichtiges Einkommen von 100 Dollar bezieht,
d.h. ein Einkommen von 100 Dollar über dem Steuerfreibetrag und den absetzbaren Sonderausgaben, zahlt sie
dafür Steuern. Nach meinem Vorschlag würde sie, wenn das Einkommen "minus" 100 Dollar betrüge, d.h. 100 Dollar
weniger als der Steuerfreibetrag plus der absetzbaren Sonderausgaben, negative Steuern bezahlen, also eine
Zuwendung erhalten. Wenn der Zuwendungssatz beispielsweise 50 Prozent wäre, würde sie in unserem Beispiel 50
Dollar erhalten. Wenn sie überhaupt kein Einkommen bezöge und aus Gründen der Einfachheit auch keine
Sonderausgaben geltend machen könnte, würde sie bei konstantem Zuwendungssatz 300 Dollar erhalten. Sie
könnte noch mehr erhalten, wenn sie zum Beispiel für Arztkosten etwas absetzen könnte, sodass ihr Einkommen
ohne Absetzbarkeit schon vor Abzug des Freibetrages negativ wäre. ..."
Quelle
"... Solange der Vizekanzler das Grundrecht der Bürgerinnen und Bürger achtet, dass sie berechtigt sind,
eine angebotene Erwerbsarbeit abzulehnen, ist dem Gründer der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner,
zuzustimmen, der fordert: "Wer nicht arbeitet, soll trotzdem essen!" ..."
Quelle:
Protokoll: Chat mit Matthias Horx 28.3.2010, 21.45 Uhr
Darin: "...
"Gast_22: Mich würde interessieren, was Herr Horx zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen
zu sagen hätte?
Horx: Das geht in die richtige Richtung, ich sehe aber große Probleme auf Grund der Globalisierung:
Wenn in einem Wohlstandsland so etwas eingeführt wird, müsste sich der Rest der Welt beleidigt fühlen.
Es gibt Grundeinkommensexperimente in Afrika, die sehr erfolgreich sind. Vielleicht sollten wir da anfangen."
Quelle: Quotenmeter.de:
„Welche politische Entscheidung wollen Sie fällen können?“
Paula Kalenberg: „Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Mutiges
konsequentes Umdenken für das die Zeit mehr als reif ist.“
Quelle:
"... haben die Programme der Vergangenheit alle einen gemeinsamen
Mangel – sie sind indirekt. Ein jedes will Armut
beheben indem zuerst etwas anderes behoben werden soll.
Ich bin heute davon überzeugt, dass der einfachste Ansatz
sich als der effektivste erweisen wird – die Behebung der Armut
durch ihre direkte Beseitigung mittels einer heute breit diskutierten
Maßnahme: Dem bedingungslosen Grundeinkommen [wörtl: “dem garantierten Einkommen”]. "
Quelle: In
Kann Deutschland sich die Rentengarantie leisten? findet sich das Zitat:
"Die Wohlstandsschere klafft auch hier immer weiter auseinander. Ein Missstand, der laut Sascha Lobo
durch ein bedingungsloses Grundeinkommen behoben werden könnte."
"Es wäre besser, jeden mit einer Art Lebensunterhalt zu versorgen,
damit niemand zu der grausigen Not gezwungen wird, zuerst Dieb,
und dann eine Leiche zu werden."
Quelle: Thomas More, Utopia (1. lateinische Ausgabe, Louvain, 1516), Englische Übersetzung durch Paul Turner,
Harmondsworth: Penguin Classics, 1963, Seite 43-44.
Quelle
Bischof Ludwig Schwarz setzt einen interessanten politischen Akzent. In einem Kurier Interview stellt er sich hinter den
Vorschlag der katholischen Sozialakademie und fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle.
Quelle: 19.3.2010: sueddeutsche.de:
Interview mit Hans Söllner:
"Einmal singen kostete mich 40.000 Euro"
Darin: "...
Söllner: Klar, wenn ich die Sprüche zur Hartz-IV-Debatte höre, muss ich sagen: Eine gesunde
Demokratie verträgt 3,23 Prozent Faule. Die gab es schon immer. Ich bin ja längst für ein
bedingungsloses Grundeinkommen. Ich nenne es Menschengeld, weil die einzige
Gegenleistung dafür sein soll, Mensch zu sein. ..."
Quelle:
„(…) Eine erste, demokratisch-politisch zu bestimmende Tranche des Sozialprodukts
wird in einheitlichen Kuchenstücken allen Bürgern als ein Sockeleinkommen gewährt, und
zwar ohne diese Leistung an Bedingungen zu knüpfen. Davon profitieren würden alle
Personen, die in einem Land leben und arbeiten und Steuern zahlen; ich nenne sie
Wirtschaftsbürger. Der Rest des Bruttosozialprodukts würde weiterhin über die
Arbeitsmärkte verteilt. (…) Die Idee eines bedingungslosen Sockeleinkommens ist
nicht sozialistisch oder kollektivistisch, sondern urliberal. Im Liberalismus
soll der Tüchtige belohnt werden, der aufgrund eigener, persönlicher Leistung
erfolgreich ist. Das Leistungsprinzip soll also die Unterschiede in den Einkommen
begründen. De facto ist es aber so, dass in den sich liberal nennenden Gesellschaften
noch immer teilweise das Feudalprinzip herrscht: Wer das Glück hat, in eine wohlhabende
Familie hineingeboren zu werden, hat deutlich bessere Lebenschancen, ohne dass sich
dies mit dem Leistungsprinzip begründen liesse. Das ist nicht fair. Die Idee eines
bedingungslosen Sockeleinkommens ist begründbar als ein bescheidener Beitrag für
jede Generation, einen gewissen Chancenausgleich herzustellen. Echte Liberale waren
stets klare Befürworter einer Erbschaftsbesteuerung. Damit könnte man ein solches
Bürgergeld teilweise finanzieren.“
Im Film von Daniel Häni und Enno Schmidt sagt er,
„wenn wir die (…) Option Grundeinkommen ausblenden, zwingt uns das ja dazu,
alles auf die Karte Wirtschaftswachstum zu setzen, um jeden Preis“.